7 Warnsignale, die Du nicht ignorieren solltest
Burnout kommt nicht über Nacht. Es ist ein schleichender Prozess, der oft über Wochen, Monate oder sogar Jahre hinweg entsteht. Anfangs sind es kleine Dinge – Du fühlst Dich müder als sonst, bist schneller gereizt oder hast das Gefühl, ständig hinterherzuhinken. Doch irgendwann wird aus Stress Erschöpfung, aus Erschöpfung wird Überforderung – und plötzlich bist Du an einem Punkt, an dem nichts mehr geht.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist es wichtig, die frühen Warnsignale zu erkennen. Denn je früher Du gegensteuerst, desto leichter kannst Du Dein inneres Gleichgewicht wiederfinden.
Hier sind 7 Anzeichen, die Dir zeigen, dass Dein Körper und Geist eine Pause brauchen:
1. Du bist ständig erschöpft – selbst nach dem Schlafen
Normalerweise sollte eine gute Nacht voller Schlaf Dich erfrischt aufwachen lassen. Doch wenn Du trotz ausreichend Schlaf morgens wie gerädert bist, Dich den ganzen Tag müde fühlst und nur mit Kaffee oder Zucker durchkommst, ist das ein Zeichen für chronische Erschöpfung.
Was hilft?
- Achte auf gute Schlafhygiene: feste Schlafzeiten, kein Handy vorm Schlafengehen.
- Prüfe, ob Du wirklich abschaltest oder Dein Gehirn noch im Arbeitsmodus ist.
2. Dein Gedächtnis und Deine Konzentration lassen nach
Kennst Du das Gefühl, dass Dir mitten im Gespräch die Worte fehlen? Dass Du Dich nicht mehr an einfache Dinge erinnern kannst oder ständig das Gefühl hast, etwas vergessen zu haben?
Wenn Stress langfristig anhält, produziert Dein Körper mehr Cortisol – ein Hormon, das auf Dauer Deine Gedächtnisleistung beeinträchtigen kann.
Was hilft?
- Reduziere Multitasking & setze Prioritäten.
- Plane echte Pausen ein, in denen Dein Gehirn zur Ruhe kommt.
3. Du bist schneller gereizt als sonst
Kleinigkeiten bringen Dich auf die Palme? Dein Partner, Kollegen oder sogar fremde Menschen gehen Dir plötzlich extrem auf die Nerven?
Burnout sorgt dafür, dass Dein Nervensystem in Daueranspannung bleibt – Dein Körper ist im „Kampf- oder Fluchtmodus“, sodass Du emotional schneller überreagierst.
Was hilft?
- Bewusstes Atmen: 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden ausatmen.
- Hinterfrage: Ist das wirklich so schlimm – oder bin ich einfach nur erschöpft?
4. Du hast keine Freude mehr an Dingen, die Dir früher Spaß gemacht haben
Früher hast Du Dein Hobby geliebt, jetzt fühlt es sich anstrengend an? Du freust Dich nicht mehr auf Treffen mit Freunden? Oder Du hast das Gefühl, dass alles irgendwie sinnlos ist?
Dieses Symptom ist eines der deutlichsten Zeichen für Burnout: Emotionale Erschöpfung.
Was hilft?
- Kleine Freuden bewusst einbauen – z. B. ein Buch lesen oder Musik hören.
- Erlaube Dir, einfach mal nichts zu tun, ohne schlechtes Gewissen.
5. Dein Körper zeigt Stress-Symptome
Burnout betrifft nicht nur Deinen Geist, sondern auch Deinen Körper. Häufige Beschwerden sind:
- Verspannungen & Rückenschmerzen
- Magen-Darm-Probleme (z. B. Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen)
- Herzrasen oder Druckgefühl in der Brust
- Kopfschmerzen oder Migräne
Diese Symptome entstehen, weil Dein Körper ständig im Stressmodus ist und wichtige Erholungsmechanismen nicht mehr greifen.
Was hilft?
- Achte auf regelmäßige Bewegung, auch wenn es nur ein kurzer Spaziergang ist.
- Versuche, Deine Körperwahrnehmung zu schärfen: Wann spannt sich Dein Körper an?
6. Du ziehst Dich immer mehr zurück
Menschen mit Burnout beginnen oft, sich sozial zu isolieren. Die Vorstellung, sich mit Freunden zu treffen, fühlt sich plötzlich überwältigend an. Selbst das Schreiben einer einfachen Nachricht kostet Überwindung.
Was hilft?
- Auch wenn es schwerfällt: Versuche, den Kontakt zu halten, selbst wenn es nur eine kurze Nachricht ist.
- Erzähle einer vertrauten Person, wie es Dir geht.
7. Du funktionierst nur noch – aber fühlst Dich leer
Das vielleicht schlimmste Zeichen von Burnout: Du hast das Gefühl, nur noch durch den Tag zu „müssen“. Du funktionierst, erledigst Deine Aufgaben, aber innerlich fühlst Du Dich ausgebrannt und leer.
Was hilft?
- Erkenne an, dass Du Unterstützung brauchst.
- Stelle Dir die Frage: „Wie würde ich mit einer guten Freundin sprechen, die sich so fühlt?“
Was kannst Du tun, wenn Du Dich in diesen Punkten wiedererkennst?
- Erkenne an, dass Dein Körper Dir Signale sendet. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Überlastung.
- Suche nach ersten kleinen Schritten zur Veränderung. Schon kleine Pausen, mehr Schlaf oder bewusstes Nein-Sagen können helfen.
- Hol Dir Unterstützung. Du musst nicht alles alleine schaffen. Ein Gespräch mit einem Coach oder eine professionelle Beratung kann wertvolle Impulse geben.
Kennst Du eines dieser Anzeichen von Dir selbst, dann möchte ich Dir ans Herz legen, die Symptome bei einem Arzt abzuklären.
Gerne kannst Du zur Beratung auch einen Termin bei mir ausmachen und wir schauen gemeinsam, was die nächsten Schritte sind – Du bist nicht allein!
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